Der mutige Kampf gegen Rechts

Campino mal wieder. Ja, der von den Toten Hosen. Der arrogante und gealterte Politpunk. Neulich fand in der Schweiz ein Rock-Festival statt, auf dem die Toten Hosen aufspielen durften. Da der Veranstalter aber Mitglied in der SVP ist, haben sich Campino und seine Saufkumpane geziert, dort aufzutreten. Sie taten es aber dennoch. Campino, ganz der Politische, rief dann die Massen dazu auf, auf die SVP-Fahne zu pissen (so wie das die Grüne Jugend gerne mit der Deutschlandfahne macht) und ihr Häckchen gefälligst an der richtigen Stellen zu machen. Selbstredend, daß so einer wie Campino natürlich weiß, was richtig ist. Da hat er also mal wieder mutig gegen Rechts gekämpft und darf bei der nächsten Talkshow noch erhabener auftreten.

Es ist nicht zu erwarten, daß er einen ähnlich qualifizierten Aufruf starten wird, um den hiesigen Islamisten mal zu zeigen, daß wir in einer Demokratie leben und daß bei uns „Juden ins Gas“-Rufe aus der Mode gekommen sind und daß bei uns gewisse freiheitliche Gepflogenheiten herrschen. Daß wir „Ehren“morde nicht toll finden und daß wir Schwule nicht aufhängen. Denn offen anzuregen auf den Koran zu pissen, hat bisweilen tödliche Folgen. Das weiß Campino. Darum kämpft er seinen Kampf gegen das ungefährliche Böse am warmen Küchentisch und spricht mutig das aus, was keine Gefahr mit sich bringt.

Michael Mirsch definiert den Begriff „Künstler“ übrigens so:

Berufsstand, der für nichts zuständig ist, aber über alles Bescheid weiß. Warum misst man Ansichten von Schriftstellern, Regisseuren oder Sängern besonderen Wert bei? Warum kommen in Talkrunden so selten Pizzabäcker, Autoschlosser oder Möbelfabrikanten zu Wort? Deren Gedanken wären vermutlich fundierter als die der gewohnheitsmäßig plaudernden Kreise. (…) Dennoch hält sich hartnäckig der Glaube, Künstler könnten besonders wertvolle Beiträge in die politische Diskussion einbringen. Zumindest bei Feuilletonredakteuren und den Leuten, die Sitzplätze in Talkshows vergeben. Ein Viertel der Eingeladenen sind Theaterleute und Künstler. 21 Prozent Literaten und Publizisten. Ökonomen sind mit sechs Prozent vertreten und Naturwissenschaftler kommen kaum vor (drei Prozent).

Das Zitat stammt aus dem Buch von Joffe, Maxeiner, Miersch und Broder: „Schöner Denken – Wie man politisch unkorrekt ist“

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