Archiv für den Monat Oktober 2009

Das grüne Rumpelstilzchen und Sarrazin

Der vorbestrafte Ex-RAF-Anwalt Hans-Christian Ströbele und Held von Kreuzberg im Gespräch mit Sven Petke bei Michel Friedmann. Man muß sich über den Zustand unserer Gesellschaft nicht wundern, denn solche unbelehrbare grüne Spießergestalten wie der 68er-Greis Ströbele haben lange genug in der Politik Schaden angerichtet. Ein Leben im Wolkenkukucksheim trübt halt den Blick auf die Realität.

Teil1:

Teil2:

Teil3:

Hartz-IV-Luxus

Einen Staat, der seine Schwächsten, Gebeutelten oder vorübergehend in Not geratene Bürger auffängt und unterstützt, nenne ich Sozialstaat. Das ist prima, denn jeden kann es mal erwischen. Aber es  gibt einen Haufen Spezialisten, die es darauf anlegen, vom Staat alimentiert zu werden. So der sechsfache Vater, dessen geschiedene Frau im Knast sitzt. Der Typ kassiert im Monat 3.100 EUR. Ein normaler Bürger muss für 3.100 EUR netto in der der Tasche 78.000 EUR im Jahr verdienen. Ein Bruttolohn von 78.000 EUR pro Jahr bedeutet für den Arbeitgeber locker 140.000 EUR.  Das muss erst mal erwirtschaftet werden!

Der Alltag der Familie ist klar geregelt. Um 7 Uhr sitzen Kevin (15), Marc (10), Julien (8), Laszlo (7), Sophie-Marie (6) und Leonie (3) am Frühstückstisch. „Es gibt feste Mahlzeiten, daran muss sich jeder halten“, sagt ihr Vater. Und: „Es ist wichtig, dass ich jedem Kind Zeit schenke. Die ist zwar knapp, aber niemand kommt zu kurz.“

3100 Euro bekommt der Hartz-IV-Empfänger pro Monat. Davon bezahlt er 860 Euro Miete, 196 Euro Strom, 650 Euro Lebensmittel, 250 Euro Kleidung, 175 Euro Hort­gebühren. Die Familie muss sparsam sein – auch bei Ausflügen, die sie alle 14 Tage macht.

Tja. Jemand, der ein Bruttogehalt von 78.000 EUR im Jahr nach Hause bringt, überlegt sich mittlerweile, ob er sich ein Kind leisten kann. Die Dümmsten im Land ficken auf Teufel komm raus und halten anschließend ungeniert die Hand auf. Verkehrte Welt. Früher war es doch so, daß sich die dumme Mehrheit für ihre Herren sich abgeschuftet hat. Heute ist es umgekehrt.

PS:  Alle 14 Tage einen Familienausflug? Ist das jetzt eine Art Grundrecht TV-geschädigter Dummbratzen geworden?

Der Nobelpreis ist nichts mehr Wert

Der schwarze Messias Obama hat soeben den Friedensnobelpreis bekommen. Für was eigentlich? Dafür, dass er vergeblich herumgehampelt hat, um die Olympischen Sommerspiele nach Chicago zu holen? Oder dafür, daß er noch nichts von seinen Heilsversprechen umgesetzt hat? Oder einfach nur deshalb, weil er im Moment neue Messias ist?

Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist das der Beweis, daß der Friedensnobelpreis nichts mehr Wert ist. Wenn man dafür nun nichts mehr leisten muss, werden eines Tages sicherlich auch mal ein paar Muslime mit diesem Preis beglückt.

Faktencheck

Ja, es wurde teilweise schon Klartext bei Frank Plasberg gesprochen. Aber es wurden trotzdem noch genügend Nebelkerzen gezündet. Deshalb hier der Faktencheck zur Lage der Nation:

  • Türkische Migranten ohne Berufsabschluss: 72 Prozent
  • Migranten in Deutschland: 15,3 Millionen
  • Anteil der Migrantenfamilien: 27 Prozent
  • Migrantenquote bei Kindern bis zwei Jahre: 34 Prozent
  • Migranten ohne Berufsabschluss: 44 Prozent
  • Migranten im Alter zwischen 22 und 24 Jahren ohne Berufsabschluss: 54 Prozent
  • Türkische Migranten ohne Berufsabschluss: 72 Prozent
  • Erwerbslose Migranten: 29 Prozent
  • Einkommensschwache Migranten: 43,9 Prozent
  • Migranten in Armut: 28,2 Prozent
  • Migrantenkinder in Armut: 36,2 Prozent
  • Türkische Migrantenkinder mit Misshandlungen und schweren Züchtigungen in den Familien: 44,5 Prozent
  • Berliner Migrantenkinder mit Förderbedarf in deutscher Sprache: 54,4 Prozent
  • Migrantenquote an der Eberhard-Klein-Schule, Berlin-Kreuzberg: 100 Prozent
  • Migrantenanteil bei Jugendlichen mit über zehn Straftaten in Berlin: 79 Prozent.
  • Im Durchschnitt beziehen also 75% der in Berlin lebenden Türken und Araber voll oder zu großem Teil Transferleistungen.
  • Transferleistungen laut Bertelsmann Stiftung an die in Deutschland lebenden Muslime: jährlich 16 Milliarden Euro.

Die SPD auf dem Weg zur Wiedervereinigung mit der SED

1946 bildete sich die Partei der Mauermörder und Volksunterdrücker aus Mitgliedern der KPD und der SPD. Im gleichen Jahr hob das Zentralsekretariat den kurz zuvor beschlossenen Unvereinbarkeitsbeschluss auf und öffnete sich ehemaligen Mitgliedern der NSDAP. Nach der Selbstbefreiung der unterdrückten DDR-Bürger benannte sich die SED 1989 in SED-PDS um, kurze Zeit später hieß sie nur noch PDS. Natürlich sah sie sich in der Tradition von KPD, des Spartakusbundes und allerlei kommunistisch-sozialistisch-marxistischen Organisationen, die auf deutschem Boden im Namen des Volkswohles ihr Unwesen getrieben haben. Das ganze Geld, das sie „ihrem“ geliebten Volk weggenommen haben, ist bis heute gut versteckt.

Es folgte 2007 die Vereinigung mit der WASG (das waren Lafaontaine mit ein paar Abtrünnigen aus der SPD und triefend rote Gewerkschafter) und eine erneute Umbenennung. Jetzt nennen sie sich „Die Linke“ und stehen immer noch in der Tradition der Mauermörderpartei. In ihren Reihen beherbergt Die Linke stramme Kommunisten, Stalinisten, stellt ungeniert die Systemfrage, schreit nach Enteignungen und will die  Demokratie am liebsten ganz abschaffen. Weil ja Sozialismus eigentlich eine feine Sache ist, nur bisher halt immer schlecht umgesetzt wurde. Aber jetzt soll alles mal richtig gemacht werden.

Bisher hat die SPD allergisch auf Die Linke reagiert, aber nach und nach ist sie erst auf kommunaler, dann auf Länderebene Koalitionen eingegangen. Jetzt nach dem Wahldebakel rupft die SPD sich selber, das Personalkarussel dreht sich wie verrückt und heraus kommen offene Bekundungen, mit der KPD SED PDS der Linken nun doch gerne auch auf Bundesebene zu koalieren. Sagt Siegmar Gabriel (der Ex-Lehrer, der mal Umbweltminister spielen durfte). Der findet es auch klasse, wie Rot-Rot-Grün in Berlin regieren.

Na prima. Wenn das so weitergeht, vereinigt sich die Splitterpartei SPD bald wieder mit der KPD SED PDS der Linken.

Er habe nichts dagegen, mit der Linkspartei zu koalieren, wenn das so gut funktioniere wie in Berlin. „Ich habe auch nichts dagegen, dass man mit denen 2013 über eine Koalition im Bund nachdenkt.

(Siegmar Gabriel, 05.10.2009)

Berlin ist am höchsten verschuldet, hat einen überdurchschnittlichen Migrantenanteil und alimentiert einen Großteil seiner Bevölkerung mit Hartz-IV, hat das schlechteste Bildungsniveau und kassiert über den Länderfinanzausgleich eine Menge Geld von den Ländern, die vernünftig Haushalten – soviel zu den Leistungen einer rot-roten Regierung.

Günter Wallraf enthüllt den Nazi-Code der FDP

Günter Wallraf enthüllt den Nazi-Code der FDP. Das Projekt „18“ war nämlich ein eindeutiger Nazicode. 1=A und 8=H. Adolf Hitler also.

Mal sehen, wo nach Wallraffscher Lesart noch geheime Nazicodes zu finden sind: Bei der SPD! Der Name „Franz Muentefering“ besteht aus 18 Zeichen (mit Leerzeichen). Der selbe Code!
Aber es geht noch weiter: Als stellvertretende Vorsitzende hat man unter anderem Andrea Nahles installiert. Und ihre Initialen AN und das Kürzel SPD sind gemeinsam ein Anagramm von „NSDAP“. Uiuiui…

Generalsekretär Hubertus Heil mit seinen Initialen HH personifiziert nicht nur einen üblichen Nazicode sondern liefert mit seinem Nachnamen noch den dümmsten Braunen den Schlüssel für den Code.

„Heil Hitler“ wird gelegentlich auch mit „88“ codiert. Und zufälliger Weise hatte die SPD auch ein 8-Punkte Programm. Und inoffizielles Wahlziel waren 35% (und die Quersumme von 35 ist auch wieder 8).

So, lieber Wallraff: Alles klar?

„Das stimmt alles!“

Hans-Olaf Henkel spricht gewohnt Klartext und klärt auf, was Sarrazin wirklich gesagt hat.

Nicht das, was er gesagt hat, ist ein Skandal, sondern wie die Medien mit ihm umgehen. (…) Wir werden Zeugen eines schändlichen Vernichtungsfeldzuges gegen einen Menschen.

Recht hat er. Hier das Interview mit HOH zum nachhören:

>Das Interview mit HOH anhören

Wer mitreden will, sollte das Interview mit Thilo Sarrazin erst einmal lesen.

Das Interview mit Thilo Sarrazin erschien in der Zeitschrift „Lettre International“, Ausgabe Nr. 86, Oktober 2009).Kostet 17 EUR. Hier ein Auszug aus dem Interview:

Reichen solche Impulse aus, um einen Stadtkörper von dieser Größenordnung erhalten zu können? Was bedeutet es für eine Bevölkerung, für eine Verwaltung, zu wissen, man lebt in einer Stadt, die nicht fähig ist, sich aus eigener Kraft zu ernähren? Das produziert doch Abhängigkeitsgefühl und Subalternitätsempfinden.

Die alte Berliner Subventionswirtschaft ist eigentlich beendet. Berlin ist heute Element des normalen Finanzausgleichsystems und wird über drei Quellen subventioniert. Erstens: Bei den zentralen Steuern gibt es, wie bei allen Stadtstaaten, einen Stadtstaatenzuschlag von dreißig Prozent. Das haben wir mit Hamburg und Bremen gemeinsam. Zweitens sind wir Teil des Länderfinanzausgleichs: Der verteilt Steuern bis auf kleine Spitzenbeträge zwischen den Ländern; Zahler sind Hessen, Bayern, Baden-Württemberg; der Hauptempfänger ist Berlin. Das ist ein Systemteil. Drittens gibt es den Solidarpakt Ost, aus dem Berlin noch 1,6 Milliarden jährlich bekommt; diese bauen sich allerdings gesetzlich bis 2019 ab.

Dazu kommt eine wieder wachsende Kreditaufnahme.

Ich habe sieben Jahre Energie darauf verwandt, den städtischen und staatlichen Apparat im Land Berlin finanziell an das anzupassen, was man sich leisten kann, und ich hatte Erfolg. Die jetzige Phase ist schwieriger, und ob der politische Wille weiterhin so vorhanden ist wie in den letzten sieben Jahren, muß man abwarten.

Sie sprechen so sanftmütig und wohlwollend, wie Sie nie zuvor gesprochen haben.

Die Probleme sind lösbar; ob sie gelöst werden, weiß ich nicht. Man muß die Ebenen analytisch trennen. Man muß sehen, was an Verbänden in die Stadt kommt, was die Bundesregierung hineinbringt — unabhängig davon, was die Verwaltungskörperschaft aus eigenen Mitteln tut. Die Stadt hat eine überdimensionierte Infrastruktur für 4,5 Millionen Menschen, das sieht man an der Breite der Straßen. Die Stadt hat einen produktiven Kreislauf von Menschen, die Arbeit haben und gebraucht werden, ob es Verwaltungsbeamte sind oder Ministerialbeamte. Daneben hat sie einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transfereinkommen; bundesweit sind es nur acht bis zehn Prozent. Dieser Teil muß sich auswachsen.

Eine großes Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht, die einmal in den subventionierten Betrieben Spulen gedreht oder Zigarettenmaschinen bedient hat. Diese Jobs gibt es nicht mehr. Berlin hat wirtschaftlich ein Problem mit der Größe der vorhandenen Bevölkerung.

Wenn Sie sagen „auswachsen”, meinen Sie damit, daß die Leute sterben und sich diese Schicht nicht wieder neu generiert durch Kinder, Enkel usw.?

Niels Bohr hat gesagt, er hat noch nie jemanden kennengelernt, der seine wissenschaftliche Meinung geändert hat. Wissenschaftliche Meinungen sind immer nur ausgestorben. Und das ist auch sonst so. An das eine erinnern sich die Leute nicht mehr, und das andere muß sich auswachsen. Berlin wird niemals von den Berlinern gerettet werden können. Wir haben ein schlechtes Schulsystem, das nicht besser werden wird. Berlin ist belastet von zwei Komponenten: der Achtundsechzigertradition und dem Westberliner Schlampfaktor. Es gibt auch das Problem, daß vierzig Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden. Hier werden Trends verstärkt sichtbar, die ganz Deutschland belasten. So daß das Niveau an den Schulen kontinuierlich sinkt, anstatt zu steigen. In Berlin gibt es stärker als anderswo das Problem einer am normalen Wirtschaftskreislauf nicht teilnehmenden Unterschicht.

Haben Sie die Idee, daß Berlin eine dynamische, aus eigener Kraft wachsende Stadt werden könnte, aufgegeben?

Wie sieht die Wirtschaft der Zukunft aus? In den westlichen Industriegesellschaften werden die einfachen und mittleren Arbeitsplätze in der Warenproduktion, aber auch in Dienstleistungen, die man elektronisch übermitteln kann, ob das Call-Center sind oder einfache Ingenieurs- und Konstrukteurstätigkeiten, zunehmend ins Ausland verlagert. Wir bewegen uns auf einen Weltarbeitseinheitslohn zu. Der Arbeitsplatz eines Wissenschaftlers in der Chemie kostet bei uns und in Schanghai etwa dasselbe. Die Kosten für das Labor und die Stoffe sind nicht sehr verschieden. Man macht das dort, wo es am besten geht. Es kommt nicht so genau darauf an. Unten wird der Arbeitslohn im Prinzip gesetzt von den vielen fleißigen asiatischen Arbeitern, von Thailand bis China. Ein großer Flachbildfernseher kostet zehn Dollar Transportkosten von Schanghai nach Hamburg. Das ist das Problem.

Betroffen werden von dieser Entwicklung in ganz Europa einfache und mittlere Tätigkeiten, besonders solche für Ungelernte. Deshalb steigen Arbeitslöhne hier nicht mehr, deshalb gibt es dort die höchste Arbeitslosigkeit. Benachteiligte aus bildungsfernen Schichten — davon hat Berlin besonders viele. Es gibt auch keine Methode, diese Leute vernünftig einzubeziehen. Es findet eine fortwährende negative Auslese statt. Das ist für die Stadtpolitik von Bedeutung. Ich habe gesagt: Unsere Bildungspopulation wird von Generation zu Generation dümmer. Der Intellekt, den Berlin braucht, muß also importiert werden, und er wird auch importiert werden, wie im New York der fünfziger Jahre, als es Harlem mit seiner zunehmenden Hoffnungslosigkeit auf der einen Seite gab und das Leben in Midtown und um den Central Park auf der anderen Seite.

Eigentlich wäre es doch plausibel, daß man im öffentlichen Dienst, wo die Politik direkten Zugriff hat, versucht, eine Integrationspolitik exemplarisch durchzusetzen, indem man im Polizeidienst, in Justiz- und Finanzbehörden, in der bürgernahen Verwaltung bis zu einem gewissen Grad Zugang schafft für Menschen mit beispielsweise türkischem Hintergrund. Wir haben den Justizsenat, die Finanzverwaltung, den Innensenat, den Ausländerbeauftragten, die Gewerkschaft ver.di, den DGB um Zahlen zu der Frage gebeten, wie viele Menschen mit ausländischem Hintergrund in der öffentlichen Verwaltung tätig sind und wie viele im einfachen, mittleren und gehobenen Dienst. Niemand konnte uns die Zahlen geben. Man hat sie nie erhoben.

Die Berliner Verwaltung war bei Zahlen noch nie gut.

Das ist doch erstaunlich; wir dachten, es mußte ein Bewußtsein davon geben, daß man auch im Sinne symbolischer Anerkennung etwas für die Integration leistet.

Das sehe ich anders. Man muß aufhören, von „den” Migranten zu reden. Wir müssen uns einmal die unterschiedlichen Migrantengruppen anschauen. Die Vietnamesen: Die Eltern können kaum Deutsch, verkaufen Zigaretten oder haben einen Kiosk. Die Vietnamesen der zweiten Generation haben dann durchweg bessere Schulnoten und höhere Abiturientenquoten als die Deutschen. Die Osteuropäer, Ukrainer, Weißrussen, Polen, Russen weisen tendenziell dasselbe Ergebnis auf. Sie sind integrationswillig, passen sich schnell an und haben überdurchschnittliche akademische Erfolge. Die Deutschrussen haben große Probleme in der ersten, teilweise auch der zweiten Generation, danach läuft es wie am Schnürchen, weil sie noch eine altdeutsche Arbeitsauffassung haben. Sobald die Sprachhindernisse weg sind, haben sie höhere Abiturienten- und Studentenanteile usw. als andere. Bei den Ostasiaten, Chinesen und Indern ist es dasselbe.

Bei den Kerngruppen der Jugoslawen sieht man dann schon eher „türkische” Probleme; absolut abfallend sind die türkische Gruppe und die Araber. Auch in der dritten Generation haben sehr viele keine vernünftigen Deutschkenntnisse, viele gar keinen Schulabschluß, und nur ein kleiner Teil schafft es bis zum Abitur. Jeder, der integriert werden soll, muß aber durch unser System hindurch. Er muß zunächst Deutsch lernen.

Die Kinder müssen Abitur machen. Dann findet die Integration von alleine statt. Hinzu kommt das Problem: Je niedriger die Schicht, um so höher die Geburtenrate. Die Araber und Türken haben einen zwei- bis dreimal höheren Anteil an Geburten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Große Teile sind weder integrationswillig noch integrationsfähig. Die Lösung dieses Problems kann nur heißen: Kein Zuzug mehr, und wer heiraten will, sollte dies im Ausland tun. Ständig werden Bräute nachgeliefert: Das türkische Mädchen hier wird mit einem Anatolen verheiratet, der türkische Junge hier bekommt eine Braut aus einem anatolischen Dorf. Bei den Arabern ist es noch schlimmer.

Meine Vorstellung wäre: generell kein Zuzug mehr außer für Hochqualifizierte und perspektivisch keine Transferleistungen mehr für Einwanderer. In den USA müssen Einwanderer arbeiten, weil sie kein Geld bekommen, und werden deshalb viel besser integriert. Man hat Studien zu arabischen Ausländergruppen aus demselben Clan gemacht; ein Teil geht nach Schweden mit unserem Sozialsystem, ein anderer Teil geht nach Chicago. Dieselbe Sippe ist nach zwanzig Jahren in Schweden immer noch frustriert und arbeitslos, in Chicago hingegen integriert. Der Druck des Arbeitsmarktes, der Zwang des Broterwerbs sorgen dafür. Das sind Dinge, die man nur durch Bundesrecht ändern kann. Für Berlin ist meine Prognose düster, was diese Themen betrifft. Aber es kann in einer Stadt, in der man prächtig leben kann, gleichzeitig kompakte und wachsende, ungelöste Probleme geben. Genauso wird es in Berlin werden.

Sind für das Scheitern der Integration nicht beide Seiten verantwortlich? Oder liegt es nur daran, daß diese Menschen sich nicht integrieren wollen?

Die Integration hat Stufen. Die erste Vorstufe ist, daß man Deutsch lernt, die zweite, daß man vernünftig durch die Grundschule kommt, die dritte, daß man aufs Gymnasium geht, dort Examen macht und studiert. Wenn man durch ist, dann braucht man gleiche Chancen im öffentlichen Dienst. So ist die Reihenfolge. Es ist ein Skandal, daß die Mütter der zweiten, dritten Generation immer noch kein Deutsch können, es allenfalls die Kinder können, und die lernen es nicht wirklich. Es ist ein Skandal, wenn türkische Jungen nicht auf weibliche Lehrer hören, weil ihre Kultur so ist. Integration ist eine Leistung dessen, der sich integriert.

Jemanden, der nichts tut, muß ich auch nicht anerkennen. Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für siebzig Prozent der türkischen und für neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin. Viele von ihnen wollen keine Integration, sondern ihren Stiefel leben. Zudem pflegen sie eine Mentalität, die als gesamtstaatliche Mentalität aggressiv und atavistisch ist.

Die Türkei ist das Land, wo man heute noch bestraft wird, wenn man vom Völkermord an den Armeniern redet. Ich war 1978 zum ersten Mal in der Türkei, dienstlich mit meinem damaligen Chef, Herbert Ehrenberg, der Arbeitsminister war. Ich war in seinem Stab. Wir kamen von Ankara, fuhren vom Flughafen rein, vorn saß mein Minister mit dem türkischen Minister, und ich saß im Wagen dahinter mit dem türkischen Staatssekretär auf der Rückbank. Der Staatssekretär sprach Deutsch und fragte mich, wie viele Einwohner Deutschland habe und wie unsere Geburtenraten seien, und dann sagte er, im Jahre soundso werden wir Deutschland an Bevölkerungsgröße überholt haben. Darauf war er stolz. Das ist dieselbe Mentalität, die Erdogan dazu verleitet hat, diese Rede in der Kölnarena zu halten, wie er sie gehalten hat.

Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung. Ich habe dazu keine Lust bei Bevölkerungsgruppen, die ihre Bringschuld zur Integration nicht akzeptieren, und auch, weil es extrem viel Geld kostet und wir in den nächsten Jahrzehnten genügend andere große Herausforderungen zu bewältigen haben.

Politisch kann man zu einer gelingenden Integration aktiv nichts beitragen?

Man stößt gegen viele Mauern der politischen Korrektheit, aber man merkt, daß der Ton an Deutlichkeit zunimmt, wir haben noch nicht verstanden, daß wir ein kleines Volk sind. Wir verstehen uns immer noch als ein großes Volk. 1939, als der Zweite Weltkrieg begann, hatte Deutschland 79 Millionen Einwohner, die USA 135, Rußland 160 und England 50. Die Proportionen haben sich völlig verschoben. Wenn von unseren 80 Millionen praktisch dreißig Prozent im Rentenalter sind, sind wir bereits eine relativ kleine Bevölkerung. Wir sind näher an den Holländern und Dänen als an den USA. Daß diese kleinen Völker ihre Ausländer heute mit viel radikaleren Programmen als wir forciert integrieren, hat einen guten Grund. Heute muß man Sprachtests in den Botschaften machen, davor darf man gar nicht einreisen. Sie haben spät
angefangen, aber sie haben wenigstens angefangen.

Wenn die Türken sich so integrieren würden, daß sie im Schulsystem einen anderen Gruppen vergleichbaren Erfolg hätten, würde sich das Thema auswachsen. Der vietnamesische Kioskbesitzer wird immer gebrochen Deutsch sprechen, weil er erst mit dreißig eingewandert ist und ungebildet war. Wenn seine Kinder Abitur machen oder Handwerker werden, hat sich die Sache erledigt. Türkische Anwälte, türkische Arzte, türkische Ingenieure werden auch Deutsch sprechen, und dann wird sich der Rest relativieren. So aber geschieht nichts.

Die Berliner meinen immer, sie hätten besonders große Ausländeranteile; das ist falsch. Die Ausländeranteile von München, Stuttgart, Köln oder Hamburg sind viel höher. Aber die Ausländer dort haben einen geringeren Anteil an Türken und Arabern und mischen sich über breite Ausländergruppen. Zudem sind die Migranten in den Produktionsprozeß integriert. Während es bei uns eine breite Unterschicht gibt, die nicht in Arbeitsprozesse integriert ist. Doch das Berliner Unterschichtproblem reicht weit darüber hinaus. Darum bin ich pessimistisch.

Wir haben in Berlin vierzig Prozent Unterschichtgeburten, und die füllen die Schulen und die Klassen, darunter viele Kinder von Alleinerziehenden. Wir müssen in der Familienpolitik völlig umstellen: weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht. Ich erinnere an ein Dossier der Zeit dazu. Es berichtet von den zwanzig Tonnen Hammelresten der türkischen Grillfeste, die die Stadtreinigung jeden Montagmorgen aus dem Tiergarten beseitigt — das ist keine Satire. Der Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky erzählt von einer Araberfrau, die ihr sechstes Kind bekommt, weil sie durch Hartz IV damit Anspruch auf eine größere Wohnung hat. Von diesen Strukturen müssen wir uns verabschieden. Man muß davon ausgehen, daß menschliche Begabung zu einem Teil sozial bedingt ist, zu einem anderen Teil jedoch erblich. Der Weg, den wir gehen, führt dazu, daß der Anteil der intelligenten Leistungsträger aus demographischen Gründen kontinuierlich fällt. So kann man keine nachhaltige Gesellschaft bauen, das geht für ein, zwei, drei Generationen gut, dann nicht mehr. Das klingt sehr stammtischnah, aber man kann das empirisch sehr sorgfältig nachzeichnen. …

Danke an Fakten-Fiktionen für den Auszug!