Der Koran, die Bibel und die Edda

Heute kam er, der Koran. Gleichzeitig hatte ich mir auch noch eine Bibel bestellt, um mein Konfirmandenwissen wieder etwas aufzubessern. Die Edda und die germanischen Göttersagen hatte ich schon.

Also, frisch und vorurteilsfrei habe ich mir jetzt erst mal den Koran zu Gemüte geführt. Und war geschockt. Man muss schon einen starken Hang zur Unterwerfung haben und das Bücklingstum in den Genen haben, um sowas toll zu finden.

Die Genesis in der Bibel erzählt uns erst einmal, was Gott für die Menschen so alles Tolle gemacht hat. Er erfand das Licht, machte die Nacht, das Meer, das Land und alles mögliche andere. Ebenso erzählt die Edda, wie die Götter auf recht unkonventionelle Weise zunächst Land, Sonne, Wasser und alle anderen für die Menschen nützlichen Dinge entstehen ließen. Aber das Ergebnis zählt.

Nicht so der Koran. Es geht gleich ganz grundsätzlich los, daß Allah der beste ist und man ihm besser gehorcht. Ende der Durchsage. Damit keine Zweifel aufkommen, werden auch gleich ein paar Drohungen ausgesprochen.

Man kann sich ja darüber streiten, ob man überhaupt auf irgendwelche Götter hören soll. Aber es fällt doch leichter, jemandem zu folgen, der erst einmal was für einen tut.

Gleich in Sure 1, Vers 1 muss man erst mal Allah loben. Warum, weiß keiner so genau. Aber er will gelobt werden. In Vers 4 hören wir, daß man ihm zu dienen hat und in Vers 5 wird klar, wer die Hosen an hat: Allah führt uns. Es geht auch gleich weiter: In Sure 2, Vers 4 steht unmißverständlich, daß es nur denjenigen wohl ergeht, die Allah folgen. Die anderen werden für geisteskrank erklärt und man wünscht ihnen einen Haufen Krankheiten an den Hals (Sure 2, Vers 9) .

Und so weiter und so weiter. Der Tenor ist seitenlang ziemlich eintönig: Allah hat zwar noch nichts konkretes geleistet, ist aber trotzdem ein feiner Kerl und der Leser hat das gefälligst zu bestätigen, sonst geht’s ihm schlecht.

Mir reicht’s eigentlich schon fast wieder.

Ein Gedanke zu „Der Koran, die Bibel und die Edda

  1. raskalnikow

    Soviel ich weiss kannst du den Koran nicht wie ein normales Buch von vorne nach hinten lesen. Die Suren wurden (bizarrer Weise) schlicht der Textgrösse entsprechend angeordnet: erst die langen Texte, dann die kürzeren. In der chronologische Reihenfolge ist wohl auch der Koran etwas verständlicher.
    Wobei „verständlicher“ jetzt nicht mit wahr, logisch, human oder ähnlichem verwechselt werden sollte…

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