Vom Zustand unserer Gesellschaft

Wenn man nicht gerade ein Philosoph ist und sich von Berufswegen mit allerlei Antworten auf ungefragte Fragen beschäftigt, stellt man sich im allgemeinen Fragen, wenn es tatsächlich einen Grund dafür gibt. Es ist schon ein deutliches Zeichen für den verwahrlosten Zustand unserer Gesellschaft und ein Zeichen für die Verkommenheit des Politikbetriebes, wenn eine Mehrheit von Bürgern sich auf aktuelle Fragen und Probleme folgende Antworten gibt:

„Auf den Schulhöfen muss Deutsch gesprochen werden.“

„Wer Arbeit ablehnt, verdient keine Stütze.“

„Kinderschänder gehören für immer weggesperrt.“

„Ich will mich nicht dafür entschuldigen müssen, ein Deutscher zu sein.“

„Zu viele junge Ausländer sind kriminell.“

„Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein.“

„Ausländer, die sich nicht an unsere Gesetze halten, haben hier nichts zu suchen.“

„Nicht wir müssen uns den Ausländern anpassen, sondern sie sich uns.“

„Wer nichts gelernt hat, soll hinterher nicht jammern, dass er keinen Job bekommt.“

Sarrazin war so frei, dies in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ zum Thema zu machen. Nicht ewta, daß man sich nun damit auseinander setzt. Nein, es wird vielmehr zur Hexenjagd auf Sarrazin geblasen. Aber die Probleme bleiben. Und wenn nicht eines Tages die Bürger die bekannten Probleme selber lösen, sollten unsere Politiker endlich einmal das tun, wofür sie gewählt wurden: Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Das haben sie ja alle bei Amtsantritt feierlich geschworen.

Ein Gedanke zu „Vom Zustand unserer Gesellschaft

  1. Marti

    Der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger sagt zur Sarrazin-Debatte:

    „Im Kern geht es um das Selbstwertgefühl der linksliberalen Minderheit der Bevölkerung, die lange an die Idee der multikulturellen Gesellschaft geglaubt hat. Sie steht, wenn man die Probleme des Landes mit seinen Muslimen ernst nimmt, vor den Trümmern ihres Weltbildes, das sie gegen einen informierten Kritiker verteidigt.”

    Und weiter:
    „Der eher konservative Teil der Gesellschaft findet indes zunehmend, dass die Meinungsfreiheit in unserem Land de facto beschnitten würde: Martin Hohmann, Eva Herman, die Missbrauchsdebatte in der katholischen Kirche. Täuscht diese Wahrnehmung?“

    „Wir sind tatsächlich nicht in der Lage, bestimmte Sachfragen in der Öffentlichkeit mit Distanz und Gelassenheit zu diskutieren. Wir gehen sofort dazu über, Personen mundtot zu machen, die nicht konsensfähige Fakten präsentieren oder Meinungen äußern. Das steht im eklatanten Widerspruch zu dem Grundprinzip einer liberalen Demokratie.“

    http://www.kepplinger.de/files/images/Im_Kern_geht_es_um_das_linksliberale_Selbstwertgefuehl_0.pdf

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