Was ist denn beim Seemoz los? Pauschale Türkenhetze und Nazisprech!

Eiderdaus. Da reibt man sich doch verwundert die Augen, was Reile und Konsorten da im Moment so von sich geben. Nicht dass das unbedingt falsch ist. Aber schon sehr erstaunlich. Vermutlich wacht man dort im roten Elefenbeinturm so langsam auf und hat das Hosenflattern, daß wohl doch was faul ist, in unserem Land, und daß eines Tages Multikulti sehr schmerzhaft werden wird. Und wer als erstes über die Klinge springen wird, ist auch klar: Die linksrotgrünen Bessersuperplusmenschen mit ihrer grenzenlosen Toleranz.

Erstaunlich, daß plötzlich das bis vor kurzem als Nazisprech verunglimpfte und vor allem von Björn Höcke (AfD) genutze Wort von der „Lückenpresse“ nun ausgerechnet vom Seemoz benutzt wird. Weil der Holger Reile beleidigt ist, dass seine dämlichen Ergüsse nicht in der Qualitätspresse abgedruckt werden:

(…) Holger Reile konnte die fest gefahrenen Fronten nicht aufweichen (wir veröffentlichen diesen Redetext im Anschluss im Wortlaut schon deshalb, weil LLK-Beiträge in der „Lückenpresse“ nicht mehr auftauchen). (…)

Die jüngsten Vorfälle hat Reile zum Anlass genommen, mal ordentlich mit seinen Ressentiments gegen die konstanzer Türken um sich zu werfen. Er behauptet:

  • DITIB beeinflusse die Mevlana Moschee. Und zwar ideologisch und finanziell.
  • Er befieht dem örtlichem Imam, was er in seiner Predigt zu sagen hat.
  • Er droht, dass bald Schluss mit seiner Toleranz sei, wenn die Mevlana Moschee nicht das tut, was er befiehlt.

Hier sein Brief an die Mevlana Moschee:

Sehr geehrte Frau Özen,
Sie werden unter Umständen verstehen, dass die Entwicklung in der Türkei zu großer Sorge Anlass gibt, auch hier bei uns in Konstanz. Erdogan hat den (erfreulicherweise) gescheiterten Putschversuch zum Vorwand genommen, sich von der Demokratie zu verabschieden. Zehntausende Lehrer, Richter und Leiter von Universitätsfakultäten wurden bereits entlassen, missliebige Soldaten landen in Gefängnissen und die „Säuberungen“, die an die dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte erinneren, gehen weiter. Unsere gemeinsamen demokratischen Grundwerte – Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit sowie das Recht, sich friedlich zu versammeln und sich frei zu äußern, um nur einige Punkte zu nennen – sind außer Kraft gesetzt.

Auch die allgemein gültigen Menschenrechte werden in der Türkei mit Füßen getreten: Inhaftierte werden in Unterwäsche vorgeführt und geschlagen, ein Recht auf einen Anwalt ist ihnen entzogen. Den Toten wird ein Begräbnis nach islamischem Ritus verweigert und seit der Ausrufung des Notstands herrschen Willkür und Terror. Betroffen sind nicht nur Konkurrenten aus dem religiösen Lager, sondern auch Gewerkschafter, Künstler, liberale und linke Intellektuelle, Kurdinnen und Kurden. Das alles dürfte Ihnen bekannt sein.

Mittlerweile hat dieser Konflikt auch Deutschland erreicht. Türkische Nationalisten hierzulande schüchtern Erdogan-Kritiker ein und es hat bereits ernstzunehmende Übergriffe gegeben. Das ist nicht hinzunehmen. Bevor diese Entwicklung auch auf Konstanz übergreift, ist rasches Handeln angebracht. Meiner Meinung nach sind Sie, werte Frau Özen, als Vorstand der Mevlana Moschee geradezu verpflichtet, auf Ihre Mitglieder im Sinne eines demokratischen Miteinanders einzuwirken. In dieser unserer Stadt leben rund 3000 Muslime, die sich größtenteils von der Mevlana Moschee vertreten fühlen. Es ist also an der Zeit, dass Sie sich zusammen mit Ihren Vorstandsmitgliedern klar äußern und Ihre Gläubigen öffentlich und über Ihre Kanäle dazu aufrufen, sich einem überbordenden Nationalismus mit all seinen demokratiefeindlichen Auswirkungen zu widersetzen.

Mir ist durchaus bewusst, dass die Mevlana Moschee unter dem ideologischen und finanziellen Einfluss der konservativen DITIB steht, die wiederum vom türkischen Religionsministerium gelenkt wird. Dass Sie sich deshalb in einer gewissen Zwickmühle befinden, ist mir klar. Dennoch erwarte ich von Ihnen und Ihren Vorstandsmitgliedern eine halbwegs deutliche Stellungnahme. Wünschenswert wäre auch, dass Ihr amtierender Imam bei seinem Freitagsgebet darauf eingeht und Ihre Gläubigen darauf hinweist, dass die Aushebelung demokratischer Gepflogenheiten mit ihren negativen Begleiterscheinungen der falsche Weg ist. Bislang war das Verhältnis zwischen den unterschiedlichen Kulturen in Konstanz von gegenseitigem Verständnis und Toleranz geprägt. Uns allen sollte daran gelegen sein, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Es grüßt Sie freundlich, versehen mit der Bitte um eine zeitnahe Antwort,
Holger Reile

 

Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Reile,
Vielen Dank für Ihre Email. Natürlich verstehe ich diesbezüglich Ihre Sorge für Konstanz. Allerdings sollten Sie wissen, dass die Aufgabe unserer Gemeinde ist, für Musliminnen und Muslime einen Ort zur Ausübung ihres Glaubens zu geben. Deshalb steht die Mevlana Moschee Konstanz ausschließlich für religiöse Zwecke und überparteilich da. In einem Punkt sollte ich noch etwas erwähnen. Wir, die Mevlana Moschee Konstanz, finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Somit stehen wir auch nicht im direkten Einfluss vom Religionsministerium. Wir sind unabhängig und verwalten uns autonom. Unser Imam Herr Ahmet Yöndem und wir als Vorstand, haben beim letzten Freitagsgebet dazu aufgerufen, dass man sich doch besonnen verhält und die Ruhe bewahrt. Das Leben unserer Gemeindemitglieder besteht darin, sich an Recht und Ordnung zu halten. Und Achtung vor dem deutschen Grundgesetz. Ich hoffe, durch meine Stellungnahme, dass Sie beruhigt sind und lade Sie zu einer Moscheeführung ein.

Mit freundlichen Grüssen
Peyman Özen
(Für den Vorstand)

2 Gedanken zu „Was ist denn beim Seemoz los? Pauschale Türkenhetze und Nazisprech!

    1. Ali

      Er hat festgestellt, dass seine türkischen Mündel auf seine Ideologie pfeiffen und sich von Typen wie Reile nicht bevormunden lassen. Schon mal einen Türken gesehen, der das Weltklima rettet? Oder linksdämliche Transparente malt, Schwulsein feiert und rote Enteignungsparolen plärrt? Ausser vielleicht ein paar Gewerschaftskurden. Das fuchst ihn. Vor allem fahren die meisten Türken mittlerweile E-Klasse. Denn sie sind fleissig. Ob ehrlich oder kriminell, spielt keine Rolle. Sie haben mehr erreicht, als dieser rotzrote Knilch und seine GenossInnen aus dem VHS-Friedens-Batik-Kurs.

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