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Scala-Filmemacher braucht Geld: Wolfsperger labert nur linke Scheiße. Niemand will ihm Geld für seinen Scala-Film geben.

Au weia. Da will ein drittklassiger Regisseur, der sich auf seine drei unbedeutenden Filmchen groß was einbildet, einen Empörungsfilm über das Ende vom Scala-KIno machen. Niveau: Abschlußfilmarbeit von Filmstudenten. Duktus: Übliches linksverdrehtes Weltbild.

Weil Spendengelder ausbleiben, hat er ein Werbefilmchen gedreht, das blöder kaum sein kann. Gleich zu Beginn erhält man eine Kostprobe seines kruden Weltbildes, in der „Ungerechtigkeiten“ so hingebogen werden, daß sie ins übliche Klischeee passen. Da sagt Wolfsperger mit einem schicksalsbeladenen Gesichtsausdruck: „Das Scala musste vor cirka zwei Jahren schließen, um Platz zu machen für ’ne fünfe dm-Filiale.“ Ui! Da wirft der Filmemacher aber einiges durcheinander. Mit Absicht natürlich. Denn in seinen Kreisen kommt sowas gut an. Unschuldiges Kino wird von böser Kapitalisten-Drogeriekette platt gemacht. So ist es aber nicht, Du Hohlbirne! Das Scala hat zugemacht, weil es kein Geld mehr verdiente. Weil immer weniger Leute ins Kino gehen. Entweder weil sie die Schnauze von Filmen vom Schlage eines Wolfspergers voll haben oder weil Kinogehen einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Wenn jetzt der Eigentümer an eine Drogerie vermietet, hat die Drogerei nichts mit dem Ende vom Scala zu tun. Und der empörte Hinweis, daß das die fünfte Filiale dieser Drogerei sei, soll ja auch nur das Klischee vom nimmersatten Kapitalisten bedienen. Übrigens: Mit 3.500 Filialen und 59.000 Mitarbeitern hat Götz Werner, der übrigens in Konstanz lebt und in Konstanz seine Lehre beim Kornbeck absolviert hat, mehr für die Gesellschaft getan, als alle linksverdrehten Filmemacher und Journalistendarstelller weltweit zusammen. Und selbst wenn dm noch fünf weitere Filialen in Konstanz eröffnet, hat das ein Wolfperger nicht zu kommentieren. Weil das nicht sein Bier ist. Genausowenig will irgendjemand verbieten, Wolfsperger seinen fünften Film drehen zu lassen. Es interessiert auch niemanden, daß Wolfperger im Scala „cineastisch sozialisiert“ wurde. Das wurden viele. Von denen heult aber keiner rum, denn ins Kino gehen ist was für nebenher, für Freizeitspaß. Aber nichts besonderes, auf das man auch noch dreißig Jahre später stolz sein kann, als hätte man in Stalingrad gekämpft und die russische Gefangenschaft überlebt.

Und ihm ist es „wichtig geworden, gesellschaftich relevnate Themen aufzuarbeiten“. Aha. Also solche Themen, die ER für relevant hält. Das ist dann alles mögliche aus der linken Mottenkiste. Nur die täglichen Einzelfälle unserer lieben Goldstückchen aus Afrika gehören garantiert nicht dazu. Dann geht es weiter mit der fetten Eva Mattes, die eine linke Litanei herunterspult, die den großen Hohlraum in ihrem Kopf preisgibt: „Man muss das Kino erhalten, genauso wie man die Meere erhält, wie man die Tiere erhält (…) So ist das auch mit einem Scala Kino.“ Man beachte das „man“. Wenn linke Ideologen „man“ sagen, meinen sie immer die Anderen. Also das Geld der Anderen. Wenn das Scala so wichtig ist, sollen die, die das Scla so wichtig sind, eben selber dafür sorgen, daß der Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

Ganz abstrus wird es, als Wolfsperger fragt, wem die Stadt gehöre und ober alles dulden müssen, was in „seiner“ Stadt passiert. Sagen wir mal so: Ja. Musst Du. Denn „die Stadt“ tanzt nicht nach Deiner Pfeife. Du musst jetzt gang tapfer sein: Deine kleine Meinung interessiert niemanden.

Dann kommt nach das übliche arrogante Getue von „Kultur“ und daß sich niemand für „Kultur“ interessiere. Nur noch „für den schnöden Mammon“. Wolfsperger! Vielleicht richtig. Aber möglicherweise ist „Kultur“ für viele eben alles mögliche, nur eben kein Scala-Kino.

irgendwann läßt der „Filmemacher“ dann die Katze aus dem Sack. Er will „um die 30.000 Euro“ haben. „Für die Bildbearbeitung“ und „für die Tonbearbeitung“. Außerdem sei der Film schon auf Festivals angemeldet. Da Wolsperger den Film selber macht und vom Filmemachen lebt und gerade eben noch den schöden Mammon gegeißelt hat, irritiert mich das, wenn er sich nun 30.000 EUR in seine Tasche stecken möchte. Vordergründig geht es ihm um das ganze Kulturgedöns. Aber am Ende des Tages muß auch er Geld verdienen. Empfehlung: Wenn niemand Deine Filme sehen mag oder Dir Geld schenkt (wo sind denn jetzt die ganzen Anti-Scala-Schließungs-Demonstranten?), damit Du mit ernster Mine das Ende der Kultur verkünden kannst, suche Dir einfach einen Job oder mach was, für das die Leute Geld bezahlen.